«Ich sollte nicht sagen: Ich kann es nicht malen, das Bild will nicht werden, weil es zu schwierig ist, weil mir das Sujet nicht liegt! – Ich kann es nicht malen, weil ich es nicht sehe. Ich kann zehnmal neu versuchen und es wird nicht werden, weil ich es noch nie gesehen habe. Beim elftem Mal kann es mir aber gelingen, weil ich es beim elften Mal gesehen habe.»
«Wir Maler müssten die Welt auch so anschauen können, als ob wir sie zum ersten Mal sähen. Vermutlich sähe ich dann, was vorher durch Gewohnheiten verstellt war. Zu einem unmittelbaren Sehen, zu einem Sehen ohne Filter, bin ich nur sehr selten fähig. Auch Maler lieben eben ihren Seelenfrieden, der auf Gewohnheiten beruht.»
«Wenn die Empfindung ihre Fülle erreicht hat, dann kommt sie in Harmonie mit dem ganzen Sein. Der Wirbel der Welt löst sich in den Tiefen des Gehirns in die gleiche Bewegung, die Augen, Ohren Mund, Nase, jedes mit der ihm eigenen Empfindungskraft wahrnehmen. (…) Passen Sie auf, wenn ich die Augen schliesse und mir die Hügel von Saint-Marc heraufbeschwöre – Sie wissen, den Winkel der Welt, den ich am meisten liebe – dann erweckt mir dies Bild den Duft des Grindkrauts, meinen liebsten Geruch.»
«Eine Landschaft, die uns bekannt ist, ergreift uns tiefgründiger; wir verstehen sie besser, weil wir sie kennen. Man muss darin gelebt haben, um sie zu erfassen, genau wie man gelitten haben muss, um das Leiden darstellen zu können. Man muss die Himmel gesehen haben.»